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wiki:zeitleiste_seeweg_asien_suedoestlich_um_afrika

Zeitleiste des Seeweges nach Asien südöstlich um Afrika

Vorgeschichte

Ägyptisches Unterwegs-sein

  • 1.890 BC ließ der Pharao Sesostris II. einen Kanal zwischen dem Nil und dem Roten Meer anlegen. Damit waren von ägyptischen Häfen sowohl Asien als auch Europa erreichbar.

Unterwegs im antiken Mediterraneum: Phönizier

  • 5. Jahrhundert BC Hanno »der Seefahrer« [vor 480–440 BC] umsegelte Afrika bis zum Golf von Guinea.
    Periplus Online
  • um 613-610 BC Pharao Necho (610–595 BC) beauftragt Phönizier damit, Afrika zu umsegeln; nach Herodot (4,42) gelang dies auch um 613-610 BC. Die Formulierung, sie hätten auf ihrer Fahrt die Sonne zur Rechten gesehen, beweist, dass der Äquator in westlicher Richtung überquert wurde.

Die griechisch-römische Antike am Indischen Ozean:

Die islamische Expansion ab dem 7./8. Jahrhundert nach Christus und die feindliche Begegnung beider Religionen führte dazu, dass europäische (christliche) Händler und Reisende schwierig bis gar nicht das nördliche Afrika, Vorderasien oder Zentralasien durchqueren konnten. Nach dem völligen Rückzug der Ritterorden aus dem Heiligen Land 1291 und mit der türkischen Expansion bis zur Eroberung von Byzanz 1453 schlossen sich mehr und mehr Wege.

Die Zwischenhändler aus Venedig, Genua und anderen italienischen Seerepubliken bewahrten sich ihre Verbindungen nach Kairo, Istanbul und zur Levante aus byzantinischer Zeit. Dass dennoch alternative Seewege nach Indien im Blick waren, zeigen zwar die Fahrten der Vivaldi-Brüder 1291 und von Lancelotto Malocello 1339, → Synopse, jedoch blieben diese folgenlos.

Die iberischen Mächte (Portugal, Katalonien, Kastilien) schufen sich dagegen durch die Reconquista neue Möglichkeiten über den weithin unbekannten Atlantik. Dabei war Portugal durch seine Lage im Vorteil, auch weil die Straße von Gibraltar als schwierig galt. Die meist unbewohnten Inseln vor der afrikanischen Küste wurden zu sicheren Trittsteinen für Versorgung und Rückzug. Afrika hat jedoch weniger Inseln und Halbinseln als alle anderen Kontinente. Zwischen Annobon im im Golf von Guinea und dem Kap der guten Hoffnung gibt es keine geeigneten Inseln mehr, zudem sind die Küsten südlich von Angola als ungastlich so wie etwa die Skelettküste in Namibia. Für die Etappen entlang der Route siehe die Zeitleiste portugiesischer Fahrten.

Möglichkeiten aus heutiger Sicht

  • der Südliche Seeweg um Afrika über den Atlantik, erschlossen 1497/98 durch Vasco da Gama und seine Vorgänger und über den Indik seit 1498 (Fernando de Diaz) auf der Carreira do India un: Der südliche Seeweg, über Inseln und entlang der afrikanischen Küste.
  • die Umsegelung der Erde in westlicher Richtung, vermeintlich erschlossen 1492 durch Christoph Columbus und dessen Entdeckung der Karibik; praktisch verhinderte der neue Kontinent diese Route bis:
    • zur Umsegelung Südamerikas in den Pazifik,
      • erstmals 1520 durch die Magellanstraße bei der Magellanschen Weltumsegelung 1519–1522;
      • dann um Kap Hoorn 1616 durch Willem Cornelisz Schouten und Jakob Le Maire;
    • zur Nordostpassage (Nördlicher Seeweg) durchs Nordpolarmeer, erschlossen 1878–79 durch Adolf Erik Nordenskiöld und nach erfolglosen Expeditionen im 15. und 16. Jahrhundert;
      • 1992 The Northeast Passage: from the Vikings to Nordenskiöld.
        Exhibition in Helsinki from 2 October to 1 November 1992
        Ericsson, Christoffer H., Nils-Erik Raurala: Begleitband 287 S. Helsinki: Helsinki University Library.
      • Nielsen, Jens Petter, Edwin Okhuizen
        From Northeast Passage to Northern Sea Route a History of the Waterway North of Eurasia.
        Brill 2022. DOI
    • zur Nordwestpasssage durchs Nordpolarmeer, erschlossen 1903–1906 durch Roald Amundsen.
  • Seit 1869 vom Mittelmeer durch den Suezkanal in den Indik;
  • seit 1914 vom Atlantik durch den Panamakanal in den Pazifik.

Ab dem 14. Jahrhundert

Genua 1291: Vivaldi

Vier Dokumente enthalten Informationen über diese Fahrt.

  • Charles Verlinden, Eberhard Schmitt (Hg.)
    Die mittelalterlichen Ursprünge der europäischen Expansion
    (=Dokumente zur Geschichte der europäischen Expansion, 1) XVI, 450 S. Ill., Kt. München 1986: Beck. Inhalt, darin:
    • Auszug aus den Annalen der Seestadt Genua
    • Auszüge aus dem „Libro del conoscimiento„
    • Auszug aus der Legende einer verlorengegangenen Seekarte im sogenannten Itinerarium Ususmaris
    • Brief des Antoniotto Usodimare an seine Gläubiger in Genua
  • Iacobi Aurie Anna les genuenses (Annali di Iacopo Doria) in: Monumenta Germaniae Historica (MGH) Scriptores series, 18, 1863, S. 335.30 Online. Die Annalen des Jacopo (Giacomo) Doria (cronaca 1280-1294) enthalten die Information, dass Thedisius Aurie (=Tedisio Doria, =Thedisius de Auria) in eine Fahrt mit zwei Schiffen investiert, die geleitet von Ugolinus und Vadacius de Vivaldo „quod aliquis usque nunc minime attemptavit“ durch die Meeresenge von Gibraltar (Stretto di Gibilterra) segeln sollen: „per mare Oceanum ad partes Indiae, mercimonia utilia inde deferentes“.
    • Belgrano, L.T.
      Nota sulla spedizione dei fratelli Vivaldi nel 1291,
      Atti della Societa Ligure di Storia Patria, 15(1881) 317-327. Online
    • Storia della geografia e delle scoperte geografiche (parte seconda)/Capitolo X/I fratelli Vivaldi Wikisource
  • Ein Codex aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts besitzt die Universitätsbibliothek von Genua. Dieses wird seit dem 17. Jahrhundert als 'Itinerarium Ususmaris' bezeichnet mit Bezug auf den Seefahrer Usodimare. Tatsächlich aber enthält es eine Sammlung von Legenden zu Seekarten und zusammengefasst das Imago Mundi von Onorio d’Autun. Usodimare trug lediglich die transkribierte Abschrift eines Briefes bei, verfasst im Dezember 1455 in Lissabon an Gläubiger in Genua. Darin wird die Fahrt des Alvise Ca' da Mosto bis zur Mündung des Gambia beschrieben und es dort aufgefundene Nachfahren der Brüder Vivaldi. Außerdem sei überliefert, dass ein Schiff gesunken sei, während das zweite bis zur Mündung des Flusses Zion weiterfuhr.
  • Libro del conosçimiento de todos los rregnos et tierras et señoríos que son por el mundo, et de las señales et armas que han Institución.
    280 S. Faksimile Zaragoza 1999: Fernando El Católico
    Unbekannter spanischer Autor der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts.
  • Vincent Capdepuy
    Chapitre 12: 1291 – Les frères Vivaldi.
    Carnets de géohistoire. (17 mai 2022). DOI
  • Fernanda Durão, Ferreira
    A Expedição Vivaldi revisitada
    (=Cadernos minimal, 5) 113 S. Ericeira 2003: Editora Contraponto.
  • Enzyclopedia Italia 1937: VIVALDI, Ugolino e Guido
  • Jill Moore
    The Expedition of the Brothers Vivaldi. New Archival Evidence. S. 1–18 in: José-Juan López-Portillo (Hg.): Spain, Portugal and the Atlantic Frontier of Medieval Europe, Farnham 2013. Online
  • Rogers, Francis M.
    The Vivaldi Expedition.
    Annual Report of the Dante Society, with Accompanying Papers, 73 (1955) 31–45. Online.

  • Der Genuese Giovanni di Carignano schuf seine Planisphärenkarte zu Beginn des 14. Jahrhunderts und brachte darin erstmals Informationen über das Innere Afrikas (Sahara), für die als Quelle ein Händler aus Sidjilmassa (Tafilalet, Südmarokko) angegeben wird.
    • Charles de la Ronciere
      La découverte de l'Afrique au Moyen Âge, cartographes et explorateurs.
      t. 1. L'interieur du continent. Le Caire 1924. S. 113-114.

Genua 1339: Lancelotto Malocello

Lanzarotto Malocello (=Lancelotto, = Lancellotto; lat. Lanzarotus Marocelus; franz. Lancelot Maloisel, port.Lançarote da Franca; * 1270 in Varazze/Ligurien–1336 Genua)

  • 1312–1332 soll Lancelotto Malocello (wahrscheinlicher Namensgeber für die Insel Lanzarote), auf den Kanaren gewesen sein, auch als Händler, was wiederholten Schiffsverkehr unterstellt. Mit ihm lässt Ulbrich (S. 76–83) die konkrete Geschichtsschreibung über die Kanaren beginnen.
    • Der Kartenzeichner Angelino Dulcert (=Dalorto?) erwähnt die Insel Lanzarote nicht in seinem Portolan von 1325, wohl aber auf seiner Karte von 1339 und zeigt dort auch weitere zwei der kanarischen Inseln.
    • Monique Pelletier
      Le portulain d’Angelino Dulcert, 1339.
      Cartographica Helvetica. Fachzeitschrift für Kartengeschichte. 2.9 (1993/94) 23–31, Online.
  • Kanarische Inseln
    Ulbrich, Hans-Joachim
    Die Entdeckung der Kanaren vom 9. bis zum 14. Jahrhundert: Araber, Genuesen, Portugiesen, Spanier.
    Almogaren XX.1 (1989) 60-138. (Institutum Canarium), Hallein 1990, [updated 2006] PDF
    Der Autor hat akribisch zahlreiche Spuren zu den Kanaren verfolgt. Diese sind zwar oft nicht urkundlich belastbar, zeichnen jedoch ein plausibles Bild, dass ein geographisches Wissen über die Kanaren unter Seefahrern, Händlern und Herrschern kursierte und dass die navigatorischen Fähigkeiten sie zu erreichen fast immer vorhanden war. Das kaufmännische Interesse und der politische Wille nahmen jedenfalls ab dem 14. Jahrhundert deutlich zu.
  • Charles Verlinden
    Lanzarotto Molocello et la découverte portugaise des Canaries
    Revue belge de philologie et d'histoire, 36 (1958) 1173-1209.
  • Cave, Scott
    Communication and the Social History of Contact in the Spanish Atlantic, 1341-1602.
    The Pennsylvania State University, 2018. Online
    Der Autor zieht vergleichend heran Angelino Dulcert’s BL ms 25691 Karte, die Beschreibung von Al-Maqrizi über eine Genueser Unternehmung von 1339; Informationen über den Tod von Lanselot Malozèl in Zypern 1372; zwei Urkunden Lanzarotto Malocello beteffend und eine neue Übersetzung des al-Maqaddima von Ibn el Jaldun. Vor diesem Hintergrund setzt der Autor das Jahr der Wieder-Entdeckung der Kanaren auf 1339.

Portugal 1341: da Recco

1341 schickte der portugiesische König Alfonso IV. Schiffe zur Erkundung, über die ein lateinischer Text von Giovanni Boccaccio in seiner Sammlung „De Canaria et insulis reliquis ultra Hispaniam in Oceano noviter arters“ um 1342 vorliegt, auf der Basis von Briefen, die Kaufleute aus Florenz in Sevilla geschrieben haben, welche sich wiederum auf Niccolò de Recco als Augenzeugen berufen, dessen Fahrt im Juli begann und viereinhalb Monate dauerte. Darin heißt es, dass Niccolò (=Niccoloso) da Recco aus Genua und der Florentiner Angiolino del Tegghia de' Corbizzi an einer Erkundungsfahrt teilgenommen hätten, die von von Portugal veranlasst worden sei. In diesem Bericht von da Recco finden sich auch die ersten Belege für Begriffe der Guanchensprache. Die darin genannte Entfernung von 1300 Kilometern von Sevilla zu den Inseln ist präzise. Die Kaufleute interessieren sich für den roten Farbstoff der Drachenbäume und andere Handelswaren.

  • Die Fahrt des Niccoloso da Recco zu den Kanarischen Inseln (1341) S. 47–52 in:
    • Charles Verlinden, Eberhard Schmitt (Hg.)
      Die mittelalterlichen Ursprünge der europäischen Expansion
      (=Dokumente zur Geschichte der europäischen Expansion, 1) XVI, 450 S. Ill., Kt. München 1986: Beck. Inhalt
  • Nathalie Bouloux, Odile Redon
    «Boccace,« de Canarie et d'autres îles nouvellement découvertes dans l'Océan, au large de l'Espagne.
    Traduction du latin et commentaire
    Médiévales, 47 (2004) 9-16. Online DOI
  • Bruscoli, Guidi
    Navegadores italianos e as ilhas atlânticas no De Canaria de Boccaccio.
    S. 117-126 in: O mar como futuro de Portugal (c. 1223–c. 1448). A propósito da contratação de Manuel Pessanha como Almirante por D. Dinis, Actas XV Simpósio de História Marítima. Academia de Marinha, 2019. Online mit umfangreichen Quellenangaben zu Niccoloso da Recco und Alvise Cadamosto.
  • Herrera Piqué, Alfredo
    Fuentes antiguas de la historia del Archipiélago: El relato de Niccoloso da Recco sobre Canarias (año 1341)
    La Caja de Canarias (Las Palmas de Gran Canaria) Mayo 1982, S. 6−8 Online
  • Massimo Scaligero
    Niccoloso da Recco : Esploratore atlantico
    152 S. Milano 1942: Zucchi. [auch 2003]
  • Schmitt, Gisela
    Die Fahrt des Niccoloso da Recco zu den Kanarischen Inseln (1341).
    S. 47-53 in: Schmitt, Eberhard (Hg.): Die mittelalterlichen Ursprünge der europäischen Expansion. Bd.1. München 1986: C.H. Beck
  • Am 16. April 1342 ermächtigt Roger de Rovenach als Stellvertreter des mallorkinischen Königs Jaume III. den Mallorquiner Francesc Desvalers und dessen Geschäftspartner die „neuerdings entdeckten“ (noveylament trobades) Inseln für den König einzunehmen. Die Fahrt erfolgt mit den Koggen Santa Creu und Santa Magdalena. Bis Oktober kommt Desvalers wieder zurück, über die Ergebnisse ist nichts bekannt. Drei weitere Expeditionen waren in dieser Zeit von anderen Unternehmern geplant, jedoch ist darüber weiter nichts bekannt: Bernat Valls mit der Santa Barbara, Domingo Gual mit der Sant Joan sowie Guillem Pere (Ulbrich 87–92).

Eine dritte Landung, diesmal durch katalanische Schiffe, erfolgte vor 1344. 1344 übertrug der Papst Clemens VI. die Kanarischen Inseln dem französisch-spanischen Prinzen Louis de la Cerda, der 1348 starb und niemals auf den Kanarischen Inseln war. Der portugiesische König Alfons VI. protestierte und berief sich auf die Fahrt von 1341.

Katalonien 1346: Jaume Ferrer

1346 Jaume Ferrer, geboren auf Mallorca, Nachkomme von Genuesen, segelt mit einem eigenen Schiff Richtung Westafrika. Über die Ergebnisse ist wenig bekannt:

  • Der Katalanische Weltatlas von 1375 gibt an, dass der Katalane Jaime Ferrer auf der Suche nach dem Goldfluss 1346 die Küste von Senegal erreichte
  • Gabriel Llompart Moragues
    The Identity of Jaume Ferrer, The Seafarer (1346).
    =La Identitat de Jaume Ferrer, El Navegant (1346). Palma: Memòries de L'Acadèmia Mallorquina d'Estudis Genealògics, Heràldics i Històrics, 10 (2000) 7-20. pdf Online
  • Die Suche des Katalanen Jacme Ferer nach dem Goldfluß an der westafrikanischen Küste (1346) S. 53–55 in:
    Charles Verlinden, Eberhard Schmitt (Hg.)
    Die mittelalterlichen Ursprünge der europäischen Expansion
    (=Dokumente zur Geschichte der europäischen Expansion, 1) XVI, 450 S. Ill., Kt. München 1986: Beck. Inhalt

Katalonien 1366:

  • Antonio Rumeu de Armas
    La exploración del Atlántico por mallorquines y catalanes en el siglo XIV
    Anuario de Estudios Atlánticos, 10 (1964) 163-178
  • La expedición militar mallorquina de 1366 a las islas Canarias
    España medieval, 3 (1982) 497-504

Literatur zur Entdeckung der Kanarischen Inseln

  • David Abulafia
    Neolithic Meets Medieval: First Encounters in the Canary Islands
    in: Joan-Pau Rubies (Hg.): Medieval Ethnographies. European Perceptions of the World Beyond. London 2007: Routeledge.
  • García, José Barrios
    Proyecto de catalogación de las fuentes escritas sobre las poblaciones bereberes de Canarias en los siglos XIV-XV.
    Coloquios de Historia Canario Americana (1996): 525-541. Online
  • Jacques Heers
    Las empresas genovesas en el Atlántico durante el siglo XV: de la familia a la compañía
    S. 37-60 in: Canarias y América antes del Descubrimiento. La expansión europea (Santa Cruz de Tenerife: Confederación Española de Cajas de Ahorros, 1985
  • Alberto Quartapelle
    ¿Los portugueses fueron los primeros en redescubrir las Islas Canarias en 1334?
    Revista de Historia Canaria 206 (2024) 173−203. Online
    Papst Clemens VI. verlieh La Fortuna 1344 an den Katalanen Luis de la Cerda; dieser war selbst nie auf den Inseln. Dem gegenüber behauptete Alfons IV. von Portugal, dass seine Seefahrer die Kanarischen Inseln als Erste entdeckt hätten. Der Autor zieht zur Beurteilung Dokumente aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts heran. Außerdem verweist er auf drei neu aufgefundene Graffiti im Torre del Homenaje in Olivenza, Portugal, aus dem Jahr 1334.
  • Buenaventura Bonnet Reverón
    La expedición portuguesa a Las Canarias en 1341
    Revista de Historia, 62 (1943) 112-133
  • José Juan Batista Rodríguez, Encarnación Tabares Plasencia, Marcos Sarmiento Pérez
    La documentación en la literatura de viajes sobre Canariaslos viajeros de lengua alemana (y otros)
    S. 31-42 in: Dolores del Pino García Padrón, María del Carmen Fumero Pérez (Hg.): Tendencias en lingüística general y aplicada, 2010, ISBN 9783631604113.
  • Antonio Santana Santana
    El conocimiento geográfico de la costa noroccidental de África en Plinio: la posición de las Canarias.
    (= Spudasmata: Studien zur klassischen Philologie und ihren Grenzgebieten, 88) 410 S. 83 Tafeln, 20 Tabellen. Heidelberg 2002: Olms .
    Die Autoren der einzelnen Beiträge bescheriben und analysieren die geographische Beschreibung der nordwestafrikanischen Küste in der 'naturalis historia' von Plinius. Erwähnt werden dort: der Berg Theôn Ochema, das Kap Hesperu Ceras, die Inseln Cerne, Atlantis, die Gorgaden, Hesperiden und die „Glücklichen Inseln“. Siehe auch das Periplus des Pseudo-Skylax und von Hanno sowie die von Juba II. von Mauretanien ausgesandte Expedition zur Erforschung der „Glücklichen Inseln“.
  • Pierre Margry
    La Conquête et les conquérants des îles Canaries. Nouvelles recherches sur Jean IV de Béthencourt et Gadifer de La Salle. Le vrai manuscrit du Canarien.
    VIII, 320 S. Paris 1896: Ernest Leroux.
  • Kanarische Inseln
    Ulbrich, Hans-Joachim
    Die Entdeckung der Kanaren vom 9. bis zum 14. Jahrhundert: Araber, Genuesen, Portugiesen, Spanier.
    Almogaren XX.1 (1989) 60-138. (Institutum Canarium), Hallein 1990, [updated 2006] PDF
    Der Autor hat akribisch zahlreiche Spuren zu den Kanaren verfolgt. Diese sind zwar oft nicht urkundlich belastbar, zeichnen jedoch ein plausibles Bild, dass ein geographisches Wissen über die Kanaren unter Seefahrern, Händlern und Herrschern kursierte und dass die navigatorischen Fähigkeiten sie zu erreichen fast immer vorhanden war. Das kaufmännische Interesse und der politische Wille nahmen jedenfalls ab dem 14. Jahrhundert deutlich zu.

Literatur

  • Obenaus, Andreas
    Genuesen, Katalanen, Portugiesen. Die Anfänge der europäischen Atlantikexpansion
    S. 93−122 in: Alexander Marboe, Andreas Obenaus (Hg.): Seefahrt und die frühe europäische Expansion. Wien 2009.
  • Poettering, Jorun
    Die Rolle des Christusordens in der portugiesischen Expansion unter Heinrich dem Seefahrer.
    Sacra Militia. Rivista di Storia degli Ordini Militari, 3 (2002) 89-110 Online
  • Ferreira, Diogo, Paulo Dias
    A vida e os feitos dos navegadores e descobridores ao serviço de Portugal (1419-1502).
    Verso da Kapa, 2017.
  • Fernández-Armesto, F.
    Before Columbus: exploration and colonisation from the Mediterranean to the Atlantic 1229-1492.
    Philadelphia 2007: University of Pennsylvania Press.
  • Russell, Peter Edward
    Portugal, Spain, and the African Atlantic, 1343-1490: chivalry and crusade from John of Gaunt to Henry the Navigator.
    Aldershot: Varorium 1995.
  • Morison, Samuel Eliot
    Portuguese Voyages to America in the Fifteenth Century.
    151 S. (=Harvard historical monographs, 14) New York 1965: Octagon Books.
  • Cortesão, Jaime
    Influencia dos descobrecimentos dos portugueses na historia da civilisacao.
    (=Historia de Portugal. Ediçao monumental comemorativa do 8° centenario da fundação da Nacionalide.) Barcelos, Portucalense Editora 4 (1932) 179-240.
  • Cortesão, Jaime Expansao portugueses a travers o pacifico.
    (= Historia da expansao portuguesa no mundo. Bd. II, Kap. XII.) Lisboa 1937: Editorial Attica.

Ab dem 15. Jahrhundert

  • Heinrich der Seefahrer (1394–1460) förderte die systematische Erforschung der afrikanischen Westküste; er selbst unternahm keine wesentlichen Reisen. Siehe auch: Die Entdeckung der Inseln vor Europa und Afrika. Inseln, zumal unbewohnte, wurden als Hafen, Stützpunkt, Umschlagplatz für Waren genutzt. Diese waren für Schiffe anderer Nationen gesperrt.
    Zeitleiste auf dem Landweg nach Indien
    • Beazley, C. Raymond
      Prince Henry the Navigator, the hero of Portugal and modem discovery, 1394-1460.
      New York 1895: G. P. Putnam's sons. XXVII, 336 S., Karten.
    • Major, Richard Henry
      The Life of Prince Henry of Portugal [1394–1460; Dom Henrique de Avis, genannt O Navegador] surnamed the Navigator and its results.
      London 1868: A. Asher. LII, 487 S., Tafeln, Karten, Porträt
  • 1402 Die Franzosen Jean de Béthencourt (1362-1425) und Gadifer de la Salle (1355-1422) erobern die Kanaren für Spanien.
    • Gravier, Gabriel
      Le Canarien, livre de la Conquête et conversion des Canaries (1402-1422) par Jean de Bethencourt …, publiée d'après le manuscrit original avec introduction et note…
      LXXXIII, 258 S. Tafeln Rouen 1874: Métève.
    • Le Canarien, crónicas francesas de la conquista de Canarias, publicadas a base de los manuscritos
      E. Serra Rafols, A. Cioranescu (Hg.): (=Fontes rerum canarianum, 2) La Laguna de Tenerife 1960: Instituto de estudios canarios.
    • Béthencourt, Jean (de); la Salle, Gadifer (de), Le livre nommé «Le Canarien» textes français de la conquête des Canaries au XVe siècle
      E. Aznar, D. Corbella, B. Pico, M. Privat, A. Tejera (Hg.): (=Sources d’histoire médiévale, 38) Paris 2008: CNRS.
    • Beschreibung mit Karte, Quellen, Literatur Online S. 427−429 1)
  • um 1404–1406 Gadifer De La Salle: Le Canarien, crónicas francesas de la conquista de Canarias, publicadas a base de los manuscritos
    E. Serra Rafols, A. Cioranescu (Hg.): La Laguna de Tenerife, Instituto de estudios canarios, coll. Fontes rerum canarianum, 1964, Band 3.
  • Am 21. August 1415 wird das arabisch kontrollierte Ceuta gegenüber von Gibraltar vom portugiesischen König Joao, seinen drei Söhnen, darunter Heinrich, und rund 20.000 Soldaten mit rund 200 Schiffen nach rund sechsjähriger Vorbereitung erobert.
    • Anna Unali et al.
      Los orígenes de la expansión europea, Ceuta 1415 : congreso internacional [Ceuta, 1 al 3 de octubre de 2015]
      (=Repertorio Español de Bibliografía Árabe e Islámica) 506, 311, IL S. Ceuta 2004: Archivo Central. Darin u.a.:
      • José Antonio Alarcón Caballero
        De Fernão Lopes y Gomes Eanes de Zurara a la academia das Sciências de Lisboa : la historiografía portuguesa de la tomada de Ceuta
    • Yavuz, Alper
      The portuguese in the first century of the age of discovery (1415–1499).
      Diss. Master’s Thesis, Yedİtepe University, 2021.
      Kapitel 2 The Ceuta Expedition (1415) and the Beginning of the Age of Discovery diskutiert die komplexe Ausgangslage und das sich verändernde Motivbündel vor und nach der Eroberung. Die erfolgreiche Eroberung war nicht gleichbedeutend mit der erfolgreichen Übernahme des Transsaharahandels, der jedoch nicht nur Gold, Elfenbein und Sklaven brachte, sondern auch das Wissen über die Königreiche in Westafrika und damit eine Grundlage für die Fahrten an der afrikanischen Atlantikküste, siehe Kapitel 2.3. Crossing the Cape Bojador (1434).
  • Zurara, Gomes Eannes de (c.1410-1474); Charles Raymond Beazley (Hg.)
    The Chronicle of the Discovery and Conquest of Guinea
    (= Hakluyt Society, 95) London
    • 1: Chronik I-XL; With an Introduction on the Life and Writings of the Chronicler. 1896.
    • 2: Chronik 41-97; With an Introduction on the early History of African Exploration, Cartography, etc. 1899
  • 1416 sollen portugiesische Seefahrer erstmals das Kap Nun (portugiesisch Cabo de Não) an der marokkanischen Atlantikküste südlich von Agadir in südlicher Richtung umschifft haben und zurückgekehrt sein, dabei sind die Mündungen des Oued Noun und des Oued Gueder zu passieren. Die Schiffe der Muslime “… were going to the very top of Wadi Sus, now Agadir, and trading regularly. But they had no reason to go further, because the Sahara caravan roads provided the necessary connections. The shores south of Wadi Draa were considered very dangerous. The expeditions to the south of Nul-Lamta, Azuqqi, in the eastern part of Cape Juby, were also dangerous and unprofitable„ (Nicolle, David: The Portuguese in the Age of Discovery c.1340-1665. 48 S. Oxford 2012: Osprey)
  • Ab 1417 sandte der portugiesische Infant 'Heinrich der Seefahrer' Schiffe zur Erkundung der Küste zwischen Kap Não und Kap Bojador, 180 Seemeilen über das „dunkle Meer“ (lateinisch Mare Tenebrarum/Tenebrosum, arabisch Bahr al-Zulumat).
  • 1418−20 wurde Madeira wieder entdeckt.
    Bereits in der griechischen Antike mehrfach erwähnt; nach Diodor 2) haben die Phönizier Madeira im 6. Jahrhundert BC entdeckt. Die Insel Atlantis und die Purpurinseln bei Plinius dem dem Älteren 3) werden mit Madeira gedeutet. Erythia `Rotland´ und Paena bei Claudius Ptolemäus sind Madeira und Porto Santo, die kleinere Insel.
    Im Libro del Conocimiento (1348-1349) heißen die Inseln Leiname, Diserta und Puerto Santo 4). 1351 werden auf der Medici-Karte Porto Séo, Deserta und Isola de Lolegname an deren Stelle gezeigt. Die zu Madeira gehörigen, kleinen und unbewohnten Inselchen Ilhas Desertas und Ilhas Selvagens heißen auch heute noch so.
    Italienisches legname bedeutet `Holz´ ebenso wie portugiesisches madeira.
    Die ersten namentlich bekannten Entdecker/Navigatoren sind 1419 der portugiesische Seefahrer João Gonçalves Zarco, Tristão Vaz Teixeira und Bartolomeu Perestrelo, danach begann die Besiedlung Madeiras. Da die Insel zum afrikanischen Kontinent gehört, ist es die erste nachhaltige Siedlung europäischer Siedler außerhalb Europas.
  • 1427 wurden die Azoren wieder entdeckt.
    Gesichert ist, dass zwischen 700 und 850 n. Chr. Menschen auf den Azoren wohnten; DNA-Analysen verweisen auf die Herkunft aus Norwegen.
    Die Fakten zu dem angeblichen Münzfund von 1749 und den angeblichen karthagischen Münzen aus dem 4./3. Jahrhundert BC hat Humboldt bereits ausführlich erörtert 5) - sie sind kaum aussagekräftig.
    Die Azoren sind erstmals im Medici-Atlas von 1351 und im Atlas Catalan von 1375 als neun Inseln in drei Gruppen dargestellt worden. Von Heinrich dem Seefahrer beauftragt, segelte Diogo de Silves 1427 auf die Azoren und nahm sie für Portugal in Besitz, 1431−1432 und 1452 folgen Gonçalo Velho Cabral und Diogo de Teive.
    • Monteiro Velho Arroda, Manuel
      V. Centenario do descobrimento dos Açôres.
      Collecçao de documentos relativos as descubrimento e povoamento dos Açôres, precedida de um ensaio critico.
      CLXXXIII, 251 S., Taf., Karten. Ponta Delgada 1932: Officina de artes graficas.
  • 1434 erreichten portugiesische Seefahrer Cabo Bojador (heute: West-Sahara, port. Sara Ocidental) an der westafrikanischen Küste; Gil Eanes segelte darüber hinaus. Danach wurde die neuartige Karavelle entwickelt, mit der sich besser gegen südliche Winde kreuzen ließ.
  • 1436 erreichte Afonso Gonçalves Baldaia den Rio do Ouro (heute: West-Sahara, port. Sara Ocidental).
  • 1441 erreichten portugiesische Seefahrer Cabo Blanco an der westafrikanischen Küste.
  • 1443 wird ein portugiesisches Fort mit Handelssützpunkt ('Feitoria ') auf der Insel Arguim vor der mauretanischen Küste errichtet.
  • Dinis Dias erreichte 1444 das Cabo Verde (Senegal). Auf den Ilhas de Cabo Verde gibt es weder Hinweise auf Ureinwohner noch phönizische Spuren. Da das gegenüberliegende Cabo Verde an der senegalesischen Küste den phönizischen Seefahrern bekannt war, ist ein Besuch der Inseln durch diese naheliegend.
  • An der Erkundung waren Nuno Tristão und andere portugiesische Seefahrer über einige Jahre beteiligt.
  • 1445 wurden die Inseln von António Fernandes umsegelt.
  • 1455 und 1456 segelte der Fernhändler Alvise Cadamosto (Venedig, 1432–1483) von Lissabon über Madeira und die Kanarischen Inseln bis zum Gambia-Fluss. Er und Antoniotto Usodimare (Genua) erkundeten das Landesinnere von Senegal, Rios Geba und Cacheu (heute: Guinéa Bissau). Cadamosto landet auch auf Boa Vista. Seinem Bericht fügte Cadamosto auch den Bericht von Pedro de Sintras um 1461, an, der die Gebiete der heutigen Staaten Sierra Leone und Liberia erreichte. Am Gambia-Fluss sah und beschrieb er das Sternbild Kreuz des Südens „carro dell'ostro“, das als Südzeiger bei der Navigation genutzt wird, wenn der Polarstern nicht mehr zu sehen ist.
    • Cadamosto, Alvise
      Sensuyt le nouveau monde & navigations faictes par Emeric Vespuce Florentin. Des pays & isles nouvellement… zuerst gedruckt von Montalboddo Fracan (= Fracanzano) in Paesi Nouamente retrouati…Reisesammlungen 1507
    • Rackl, Joseph
      Die Reisen des Venetianers Alvise da Cà da Mosto an der Westküste Afrikas 1455 und 1456.
      Diss. 89 S. Nürnberg 1898: G.P.J. Bieling-Dietz.
    • Benjamin Scheller
      Erfahrungsraum und Möglichkeitsraum. Das subsaharische Westafrika in den Navigazioni Atlantiche Alvise Cadamostos.
      S. 205–224 in: Ingrid Baumgärtner, Piero Falchetta (Hg.): Venezia e la nuova Oikoumene. Cartografia del Quattrocento / Venedig und die neue Oikumene. Kartographie im 15. Jahrhundert, Rom/Venedig 2016.

1455 erließ Papst Nikolaus V. die Bulle Romanus Pontifex, welche die ältere Bulle Dum diversas ergänzte. Grob zusammengefasst übertrug der Papst damit dem portugiesischen König Alfons V. 'der Afrikaner' (1432–1481), dessen Nachfolgern sowie dem Infanten Heinrich 'dem Seefahrer', das alleinige Recht auf die bisher erworbenen Gebiete in Afrika sowie alle neu entdeckten Gebiete südlich von Kap Bojador. Verbunden damit war das Recht alle Heiden zu versklaven und sich deren Besitz anzueignen. Zeichen der Aneignung waren die Padrões ('Portugiesenkreuze').

  • Ab 1458 erkundete der Ligure Antonio da Noli (1415–1497) zusammen mit dem Portugiesen Diogo Gomes(1420–1502) alle Inseln des Archipels. Antonio da Noli gab dem Archipel den Namen und wurde dessen erster Gouverneur. Die 1462 gegründete Stadt Ribeira Grande (heute Cidade Velha) auf der Insel Santiago war die erste permanent bewohnte europäische Siedlung in den Tropen.
    • Brasio, Antonio
      Uma carta inedita de Valentim Fernandes.
      Boletim da Biblioteca da Universidade de Coimbra 24 (1960) 338–358
    • Costa, Abel Fontoura da
      Cartas das Ilhas de Cabo Verde de Valentim Fernandes (1506-1508).
      Lisboa 1939: Agência Geral das Colónias.
    • Mota, Avelino Teixeira da
      Diogo Gomes, Primeiro Grande Explorador do Gâmbia (1456)
      Actas da 2ª Conferência Internacional dos Africanistas Ocidentais, Lisboa, 1950, S. 309-317.
    • Sintra, Diogo Gomes de
      Descobrimento Primeiro da Guiné.
      edição crítica de Aires A. Nascimento, Introdução histórica de Henrique Pinto Rema, Lisboa, Edições Colibri, 2002.
  • 1460 erreichte Pedro de Sintra Sierra Leone.
    • Kunstmann, Friedrich
      Valentin Ferdinand’s Beschreibung der Serra Leoa mit einer Einleitung über die Seefahrten nach der Westküste Afrika’s im vierzehnten Jahrhunderte
      (=Abhandlungen der Historischen Classe der Königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 9.1-2) München 1862: Verlag der Königlichen Akademie, S. 111-142. Online
  • 1462 erreichten portugiesische Seefahrer die Inseln vor Guinea-Bissau.
  • 1471 erreicht der Kaufmann Fernão Gomes Ghana.
  • São Tomé und Príncipe und Annobon
    Am 21. Dezember 1471 entdeckte Seefahrer João de Santarém mit seinem Navigator (»Pilot«) Pêro Escovar im Auftrag des Kaufmanns Fernão Gomes am 21. Dezember 1471 São Tomé, am 01. Januar 1472 die Insel Annobón (Ano Bom) und am 17. Januar 1472 Santo António (Antão, ab 1502 Príncipe). 1495 gründete Álvaro de Caminha eine Siedlung, in die der portugiesische König nach 1496 2000 jüdische Kinder sowie Strafgefangene deportieren ließ. Hauptsächlich wurde die Insel als Umschlagplatz für den Sklavenhandel genutzt.
  • 1472 erreicht Fernão do Pó die nach ihm benannten Inseln, heute Bioko vor Kamerun.
  • 1473 erreicht Lopo Gonçalves das Cabo Lopez an der Mündung des Rio Ogoué und überquert als erster Europäer den Äquator.
  • 1475 erschien die erste gedruckte topographische Weltkarte als Teil der Universalchronik Rudimentum novitiorum.
  • 1479-1481 Eustache Delafosse
    • Voyage d’Eustache Delafosse sur la côte de Guinée, au Portugal et en Espagne (1479-1481)
      D. Escudier, Th. Monod (Hg., Übers.): (=Collection Magellane, 1) 181 [3] S. Paris 1992: Éditions Chandeigne.
  • 1482 erreicht Diogo Cão die Mündung des Kongo und erkundet diesen bis 1485 sowie die südliche Küste (heute: Angola) bis Namibia.
  • 1487-88 umrundet Bartolomeo Dias mit seinem Piloten Pêro de Alenquer das Kap der Stürme (später: Kap der Guten Hoffung, port. Cabo da Boa Esperança) und erreicht dahinter, am Kap Agulhas, den südlichsten Punkt Afrikas. Dort treffen Indischer Ozean und Atlantik aufeinander.
  • 1498 João Bemoim im Senegal
    • Mota, A. T.
      D. João Bemoim e a expedição portuguesa ao Senegal em 1489.
      Lisboa 1971: Junta de Investigação do Ultramar.
  • 1495 konvertiert das Königreich Kongo zum Christentum, der König heißt nun João I.
  • 1497–1498 erkundet Vasco da Gama (ca 1469–1524) mit seinem Piloten Alenquer den weiteren Verlauf der Küste bis Natal, Ilha de Moçambique und erreicht Mombasa (port. Mombaça) und Malindi (port. Melinde) an der Küste Kenias. Mit Hilfe eines arabischen Piloten finden sie den Seeweg bis Calicut (port. Calecute) an der Malabar-Küste in Indien. Dort landen sie am 28. Mai 1498.
    • Fardilha, Luís Fernando de Sá, Maria de Lurdes Correia Fernandes
      Roteiro da Primeira Viagem de Vasco da Gama à Índia, 1497−1499= Journal of the First Voyage of Vasco da Gama to India, 1497−1499.
      MANUSCRITO ORIGINAL BPMP, Ms. 80. Edição, estudo introdutório, índices e glossário Edition, introductory study and indexes Porto 2016. Inhalt
    • Ravenstein, Ernst Georg
      A journal of the first voyage of Vasco de Gama, 1497-1499.
      XXXVI, 250 S., Abb., Karten. London 1898: Hakluyt Society, 1st Ser. Nr. XCIX
    • Krendl, Peter
      Ein neuer Brief zur ersten Indienfahrt Vasco da Gamas.
      Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 33 (1980) 1−21
    • Pinto, João Rocha, Costa, Leonor Freire
      Relação anónima da segunda viagem de Vasco da Gama à Índia.
      Cadernos da Revista de História Económica e Social 6-7 (1985) 141-199
    • Vasco da Gama e a India. Confêrencia internacional, Paris, 11-13 maio, 1998 = Vasco da Gama et l'Inde : conférence internationale, Paris, 11−13 mai, 1998 = Vasco da Gama and India : international conference, Paris, 11−13 may 1998. Band 1: História política e militar CXLIX, 357, [4] S.; 2: História social e económica 249, [4] S.; 3: História religiosa, cultural e artística 476, [3] S., Ill. Karten. Text span., port., franz., engl. Lisboa 1999: Fundação Calouste Gulbenkian
    • Gaspar Corrêa
      The three voyages of Vasco da Gama, and his viceroyalty : from the Lendas de India of Gaspar Corea : accompanied by original documents
      translated from the Portuguese, with notes and an introduction by the Hon. Henry E.L. Stanley (=Hakluyt Society, 42) Aus dem Portug. LXXX, 430, XXXV S. in mehreren Teilen. London 1869 Online
  • Bernal Díaz del Castillo (ca 1485–1584)

Die Inseln im Indischen Ozean

  • Gesichert ist die erste Besiedlung Madagaskars im späten 1. Jahrtausend BC, insbesondere durch seefahrende Bewohner aus dem indonesischen Raum (Borneo?) mit ihren Auslegerbooten, aber auch von Südostasien und Südasien. Arabische Händler erreichten Madagaskar zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert n. Chr. Vor 1000 kamen Bantu sprechende Migranten aus Afrika. Der portugiesische Seefahrer Diogo Dias erreichte am 10. August 1500 Madagaskar als erster Europäer. In einer arabischen Karte von Muhammad al-Idrisi von 1154 heißt die Insel Gesira Malai (Insel der Malayen), Dias nannte sie São Lorenço, auf späteren Karten wird sie France occidentale und Île Dauphine genannt, schließlich Madagaskar mit unklarer Herkunft. Der Baum der Reisenden stammt aus Madagaskar.
    • Mitchell, Peter
      Settling Madagascar: When did People first colonize the World's Largest Island?
      The Journal of Island and Coastal Archaeology. 15.4 (2020) 576–595. DOI
    • Crowley, B.E.
      A refined chronology of prehistoric Madagascar and the demise of the megafauna.
      Quaternary Science Reviews 29.19–20 (2010) 2591–2603. DOI
    • David A. Burney et al.
      A chronology for late prehistoric Madagascar.
      In: Journal of Human Evolution. 47.1–2 (2004) 32. DOI
    • Randles, William Graham Lister
      South East Africa and the Empire of Monomotapa as shown on selected printed maps of the l6th Century.
      Lisboa 1958: Centro de estudos historicos ultramarinos Portugal. Studia Nr. 2. S. 103-164.
    • Kammerer, Albert
      La Découverte de Madagascar par les Portugais et la cartographie de l'Île.
      Lisboa 1949: Boletim da Sociedad de Geografia. 67, Nr. 3, 9-10, S. 517-631
    • Grandidier, Alfred
      Histoire physique, naturelle et politique de Madagascar… Bde. I. Histoire de la géographie.
      350 S. und 47 Karten. Paris 1885, Imp. nationale.

Die Entdeckungsgeschichte der Maskarenen östlich von Madagaskar (die Inselgruppe um Reunion und Mauritius) ist nicht eindeutig dokumentiert. 1503/1507 segelte der Portugiese Diogo Fernandes Pereira (15./16. Jh.) in diesem Raum, ihm folgten Diogo Lopes de Sequeira (1465–1530) und Rodrigues 1509. Wer wann welche Insel gesichtet und betreten hat, ist spekulativ. Nach Dom Pedro Mascarenhas (1480–1555) sind die Inseln benannt. 6)

  • Reunion:
    Arabische Seefahrer kannten die Insel als Dina Morgabin `Westinsel´ 7), sie ist vielleicht mit einer Insel auf der Karte von el-Idrisi 1153 identisch.
  • Mauritius
    • Visdelou-Guimbeau, Georges de
      La Découverte des Iles Mascareignes.
      XII, 68 S., Karten Faks. Port-Louis, I1e Maurice, 1948.
    • Arlette Girault-Fruet
      La topique de l'île dans les récits de voyages anciens sur la route française des Indes, notamment aux Mascareignes, aux XVIIème et XVIIIème siècles.
      482 S., Karten. Saint-Denis (Réunion) 2010: BU Espace Océan Indien, Université de La Réunion
  • 1498 Malabar
  • 1511 Malakka
  • 1512 Molukken
    • Abendanon, E. C.
      Missing links in the development of the ancient portuguese cartography of the Netherlands East Indian archipelago
      The Geographical Journal. London, 54.6 (1919) 347-354
    • Bartolomé Leonardo de Argensola
      Conquista de las islas Malucas.
      407 S. Madrid 1609: Alonso Martín. Online
    • Hamy, Ernest Theodore
      L'Œuvre géographique des Reinel et la découverte des Moluques.
      Comité des travaux historiques et scientifiques. Bulletin de géographie historique et descriptive. Paris, 1891, S. 117-149, 2 Karten, Faks.

Ab dem 16. Jahrhundert

  • 1500 segelt Gaspar Corte-Real nach Terra Nova, Kanada.
  • 1500 Pedro Àlvares Cabral landet mit der zweiten Indienflotte am 22.4.1500 in Porto Seguro, Brasilien, und segelt weiter nach Cochim und Cananor an der Malabarküste, Indien.
  • 1501 Der portugiesische König erhält den Titel »Herr der Eroberung, der Navigation und des Handels von Äthiopien, Indien, Arabien und Persien«
  • 1501 segelt Joao da Nova mit der dritten Indienflotte.
  • 1502 erreicht Gonçalo Coelho den Rio Grande do Norte, Brasilien.
  • 1503/1504 landete Ruy Lourenço Ravasco Marques in Sansibar und verlangte vom Sultan Tributzahlungen für eine Friedensgarantie. Sansibar blieb 200 Jahre lang portugiesisch.
    • Ingrams, W. Harold
      Zanzibar: its History and its People.
      527 S. 12 Tafeln New York 1931: Barnes & Noble.
  • 1504 wird der Estado da India gegründet, der erste Vizekönig Francisco de Almeida residiert in Cochin.
    • Pohle, Jürgen
      Ultrapassar fronteiras comerciais: a carta de Anton Welser a Conrad Peutinger sobre a exportação de prata para Portugal (1504)
      Anais de História de Além-Mar 19 (2018) 37-51.
    • Imhoff, Christoph Freiherr von
      Nürnbergs Indienpioniere. Reiseberichte von der ersten oberdeutschen Handelsfahrt nach Indien (1505/6) Füssel, Stephan (Hg.): Pirckheimer-Jahrbuch 2 (1986) 11-44 München 1987: Wilhelm Fink
  • 1506 segelt die achte Indienflotte »Regimento do Cruzeiro do Sul«
  • 1507 entstehen erste portugiesische Niederlassungen in Mozambique.
  • vor 1510 Sankt Helena
    • Livermore, Harold
      Santa Helena, A Forgotten Portuguese Discovery
      Estudos em Homenagem a Louis Antonio de Oliveira Ramos (2004): 623-631. Online
      Fernao Lopes erscheint erstmals 1510 in Indien, nach Gaspar Correa starb er 1546. Im April 1536 berichtet der Spanier Andres Urdaneta auf St Helena lediglich einen portugiesischen Einsdiedler angetroffen zu haben.
  • 1512-1515 Luís Filipe Ferreira Reis Thomaz
    De Malaca a Pegu. Viagena de um feitor português (1512-1515).
    215 S. 15 Tafeln, Bibliogr. Glossar. Instituto de Alta Cultura, Lisboa, 1966: Centro de Estudos Históricos. Rezension
  • 1513 wurde Aden von Portugal besetzt, bis Piri Reis es am 26. Februar 1548 für das Osmanische Reich eroberte.
  • 1518 Livro de Duarte Barbosa
    198 Bl. Heidelberger historische Bestände - digital : Codices Palatini germanici ; Cod. Pal. germ. 150 Online
    • The book of Duarte Barbosa. An account of the countries bordering on the Indian Ocean and their inhabitants, written by Duarte Barbosa, and completed about the year 1518 A.D.
      Mansel Longworth DAMES (Übers., Hg.), London 1918: 1; 1921: 2: The Hakluyt Society.
    • Duarte Barbosas Beschreibung der Länder und Völker von Indien (Ost-Asien), aus dem Portugiesischen ins Spanische und aus diesem durch Hieronymus Seitz von Augsburg ins Deutsche übertragen [1530] (BSB Cgm 934)
  • 1539 erreichen portugiesische Schiffe den östlichsten und nördlichsten Punkt ihrer Expansion an der chinesischen Küste und erreichten Japan.
  • Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts durchbrach ein Netz von mehr als 50 portugiesischen Stützpunkten und Handelsposten das arabische Monopol im (Gewürz-)handel mit Asien.
  • 1557 wurde Macao portugiesisch. Bis 1640 befahren die Portugiesen die Haupthandelsrouten (»Gewürzroute«) von Lissabon um Afrika via Goa nach Malakka. Weiter östlich schlossen sich an: Guangzhou–Macau–Nagasaki–Macau.
  • 1565 gründen die Jesuiten eine Niederlasssung in Macau.
  • 1563 Lázaro Luis: Karte von Westafrika, hervorgehoben ist das Fort El Mina
  • 1581 Jan Huygen van Linschoten
    Discours of Voyages into ye Easte & West Indies … (= Bericht über die Reise zu den Ost- und Westindischen Inseln …)
    4 Bde. [10], 197, [4], 198-259 [i.e. 295], [3], 307-462 S., [4] Falttafeln: Ill. Karten. London 1598: Iohn Wolfe.
    Jan Huygen van Linschoten (1563 – 1611) war ab 1581 Sekretät des Erzbischofs im portugiesischen Goa und kehrte 1592 nach dessen Tod zurück in die Niederlande. Mit zurück brachte er auch Kopien der geheimen portugiesischen Seekarten und schuf damit die Voraussetzung für die niederländische Expansion in den südostasiatischen Raum. 1594 gründeten holländische Kaufleute die Compagnie van Verre (= Kompanie für die Ferne). Am 2. April 1595 segelten die vier Schiffe Amsterdam, Hollandia, Mauritius und Duyfken unter dem Kommando von Cornelis de Houtman Richtung Bantam (heute die Hafenstadt Semarang auf Java), zielführend war der Gewürzhandel. Daraus entstand 1602 dann die Vereenigde Oostindische Compagnie VOC. Sie wurde zu einem der weltweit größten Handelsunternehmen des 17. und 18. Jahrhunderts.
  • 1588 wurde die portugiesische Flotte nach der spanischen Armada mehr oder weniger vernichtet.
  • Erst im Juni 1596 gelang es einer niederländische Flotte mit vier Schiffen Bantam auf Java zu erreichen.
  • 1598 segelten bereits 22 Schiffe nach Südostasien, doch waren ihnen alle spanischen und portugiesischen Häfen versperrt.

  • Schmitt, Eberhard
    Atlantische Expansion und maritime Indienfahrt im 16. Jahrhundert.
    Füssel, Stephan (Hg.): Pirckheimer-Jahrbuch 7 (1992) 127-144 Nürnberg: Hans Carl.
  • Jeannin, Pierre
    Die Rolle Lübecks in der hansischen Spanien- und Portugalfahrt des 16. Jahrhunderts.
    Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde 55 (1975) 5-40.

Ab dem 17. Jahrhundert

  • 1601-1622 Guillaume Lelièvre
    Les précurseurs de la Compagnie française des Indes orientales, 1601-1622.
    385 S. Bibliogr. 361–374. Diss. Histoire. Université de Caen Basse Normandie, 2014. Online
    1601 berichteten François Pyrard und François Martin von einer privaten Expedition. 1604 gründete Heinrich IV. die erste französische Ostindien-Kompanie, dann fanden zwischen 1616 und 1622 drei weitere Expeditionen statt. Referiert werden außerdem britische (S.46–48, ab 1579) und niederländische (49–50, ab 1594) Reiseberichte, überwiegend auf dem Seeweg. Alle Versuche, in den Handel einzusteigen blieben erfolglos, bis Colbert 1664 die Compagnie française des Indes orientales gründete.
  • 1602 schlossen sich die konkurrienden Kaufleute in der niederländischen VOC (Vereenigde Oostindische Compagnie) zusammen. Diese gilt als erste moderne Aktiengesellschaft mit anfangs 1.800 Investoren und ermöglichte den Aufbau großer Flotten.
  • Die erste Flotte der VOC lief im Dezember 1603 aus und vertrieb die Portugiesen von den Molukken. Die VOC gründete eigene Stützpunke u.a. auf Ceylon und in Indien.
    • Tiele, Pieter Anton
      De Europeers in den Malaischen Archipel 1509-1623.
      in: Bijdragen tot de Taal,- Land- en Volkenkunde van Nederlandsche Indie, s'Gravenhage 1877.
    • Schilder, Günter, Kok, Hans
      Sailing for the East: history and catalogue of manuscipt charts on vellum of the Dutch East India Company VOC, 1602-1799.
      GH Houten 2010: Hes & De Graaf. 707 S. Ill.; CD-Rom.
  • 1612 wird das Fort Nassau in Mori zum niederländischen Hauptsitz an der afrikanischen Goldküste.
  • 1630 Georg Christoph von Neitzschitz
    • Sieben-Jährige und gefährliche Welt Beschauung Durch die vornehmsten Drey Theil der Welt Europa, Asia und Afrika …
      390 S. Budißin 1666: Kretzschmar. Online
      »Im Kloster zu Kairo ward mir das schwarze Getränk Caffa genannt vorgeseßt Dasselbe ist ganz schwarz dicke und siedend heiß und wird also auch getrunken. Dem Geschmacke nach ist es als wenn harte Brotrinden drinen gesotten oder gekocht wären, soll aber gar gesund, und der Gesundheit sonderbar fürträglich zu trinken sein.« 8)
  • 1631–1632 Captain Augustin de Beaulieu (1589-1637)
    • Lombard-Jourdan Anne
      Augustin de Beaulieu et son Dessein touchant les Indes orientales (1631-1632)
      Archipel, 54 (1997) 13-26. Online (Themenheft: Destins croisés entre l'Insulinde et la France.)
    • Lombard-Jourdan Anne
      À propos d’Augustin de Beaulieu: Quelques documents inédits.
      Archipel, 56 (1998) 145–156.
  • 1637 eroberte die Niederländische Westindien-Kompanie die portugiesische Festung El Mina in Westafrika.
  • 1638 entstand auf Mauritius eine niederländische Kolonie, die bis 1710 bestand.
  • 1639–1673 François Caron, 1600-1673 in Japan, Formosa, Madagaskar, Indien
    • Gabriel Andriamiarintsoa Rantoandro
      Un homme d'affaires franco-hollandais en mer de Chine et dans l'océan indien au XVIIe siècle: François Caron, 1600-1673
      Diss. bei Denys Lombard, École des hautes études en sciences sociales, Paris 1978. 503 S.:Iill., Facsim, Portr.
  • 1640 eroberte die Niederländische Westindien-Kompanie das portugiesisch besetzte Angola, wurde aber von diesen bereits 1648 wieder vertrieben.
  • 1652 gründete Jan van Riebeeck die Station der VOC in Kapstadt.
  • 16 niederländische Forts entstanden an der afrikanischen Küste.
  • 1654 Philippus Baldaeus
    Naauwkeurige beschryvinge van Malabar en Choromandel, der zelver aangrenzende ryken, en het machtige eyland Ceylon… Amsterdam 1672: Jansson van Waasberge.
    Philippus Baldaeus (1632 – 1671) verpflichtete sich als Prediger für zehn Jahre (um 1654–1665/1666) im Dienst der Niederländischen Ostindischen Kompanie.
  • 1664 Jean-Baptiste Colbert, Marquis de Seignelay (1619–1683) initieert die Gründung der Compagnie française pour le commerce des Indes orientales 'Französischen Ostindienkompanie' durch den französischen König Ludwig XIV.
  • 1667-1682 David T. Tappe 1649-1704
    • David Tappens Funffzehen Jährige Curiöse und denckwürdige auch sehr gefährliche Ost-Indianische Reise-Beschreibung 1667-1682
      [3] Blätter, 220 Seiten Hannover [u.a.] 1704: Freytag online
  • 1680 Benjamin Olitsch -1682
    • Elias Hesse
      Ost-Indische Reise-Beschreibung Oder Diarium, Was bey der Reise des Churfürstl. Sächs. Raths und Bergk-Commissarii D. Benjamin Olitschens/ im Jahr 1680. Von Dreßden aus biß in Asiam auff die Insul Sumatra Denckwürdiges vorgegangen auffgezeichnet von Elias Hessen. [1] gef. Bl., [7] Bl., 396 S., [7] Bl., [1] gef. Bl : Kupfert., 1 Ill. (Kupferst.) Leipzig; Dreßden 1690 (2. Ausgabe): Günther. Online
    • 1693 Christoph Langhanß
      • Neue Ost-Indische Reise : worinnen umständlich beschrieben werden unterschiedene Küsten und Inseln in Ost-Indien, auf welche die Holländische Geoctroirte Compagnie zu handeln pfleget …
        [11] Blätter, 662 Seiten Leipzig 1705: Rohrlach
  • 1698–1719 Madrolle Claudius
    Les premiers voyages français à la Chine: La Compagnie de la Chine (1698–1719).
    VIII, LXXXI, 287 S. 5 Karten. Paris 1901: A. Challamel.
  • ab 1669 Indien: Marcara Avanchintz, =Avanchins, Avanchinz 1627/32–? aus New Julfa
    • Rantoandro, Gabriel A.
      Un marchand arménien au service de la Compagnie Française des Indes: Marcara Avanchinz.
      Archipel, 17 (1979) 99–114.

Literatur

  • Günther Hamann
    Der Eintritt der südlichen Hemisphäre in die europäische Geschichte. Die Erschliessung des Afrikaweges nach Asien vom Zeitalter Heinrichs des Seefahrers bis zu Vasco da Gama.
    477 S. Wien 1968
  • Ferreira, Diogo, Paulo Dias
    A vida e os feitos dos navegadores e descobridores ao serviço de Portugal (1419-1502).
    188 S. Chronologia 1419-1500, Bibliogr. S. 173−188 Verso da Kapa, 2017. Inhalt, Online, Biographien von:
    • João Gonçalves Zarco 1419-1420
    • Tristão Vaz Teixeira 1419-1420
    • Bartolomeu Perestrelo 1420
    • Diogo de Silves 1427
    • Gonçalo Velho Cabral 1431-1432
    • Gil Eanes 1434
    • Afonso Gonçalves Baldaia 1435
    • Antão Gonçalves 1441
    • João Fernandes 1444
    • Dinis Dias 1444
    • Lançarote 1444
    • Soeiro da Costa 1445
    • Diogo de Teive 1452
    • Alvise de Cadamosto 1455-1456
    • Antoniotto Usodimare 1455-1456
    • Diogo Gomes 1456-1460
    • António da Noli 1460
    • Diogo Cão 1482-1486
    • Bartolomeu Dias 1487-1488
    • Pêro de Alenquer 1487-1488
    • Vasco da Gama 1497-1499
    • Pedro Álvares Cabral 1500
    • Gonçalo Coelho 1501-1502
    • Gaspar Corte-Real 1501-1502
    • Miguel Corte-Real 1502
1)
Capucine, Herbert
Les récits de voyage des XIVe et XVe siècles lemmatisés : apports lexicographiques au Dictionnaire du moyen français.
Diss. Université de Lorraine 2016 bei Sylvie Bazin-Tachella
2)
5,19–20
3)
Naturalis historia, 6,36
4)
Libro del conosçimiento de todos los rregnos et tierras et señoríos que son por el mundo, et de las señales et armas que han. Institución 280 S. Faksimile Zaragoza 1999: Fernando El Católico
5)
Alexander von Humboldt
Kritische Untersuchungen über die historische Entwickelung der geographischen Kenntnisse von der Neuen Welt und die Fortschritte der nautischen Astronomie in dem 15ten und 16ten Jahrhundert.
Band 1. Berlin 1852: Nicolai S. 434, 455-456 Online
6)
Moriarty, Cpt. H.A.
Islands in the southern Indian Ocean westward of Longitude 80 degrees east, including Madagascar.
London 1891: Great Britain Hydrographic Office
7)
Tabuteau, Jacques
Histoire de la justice dans les Mascareignes.
Paris 1987: Océan éditions. S. 13
8)
zit. nach Karl Andree 1843, Band 1, XXIII: Deutsche Reisende der neuern Zeit; ebenso Beckmann 1.2, S. 238
wiki/zeitleiste_seeweg_asien_suedoestlich_um_afrika.txt · Zuletzt geändert: von Norbert Lüdtke

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